Trainer

Philipp Bayer & Peter StefanowPhilipp Bayer & Peter Stefanow

Meine Suche nach einem Wing Chun, welches meinen Vorstellungen entspricht begann 2003 in einer WingTzun Schule aus Leipzig. Zunächst war ich von der Direktheit und Eleganz dieses WingTzuns sehr begeistert. Die Idee, dass man den Kontakt mit den gegnerischen Armen sucht, dann durch den gewonnenen Druck sich dementsprechend verformt und wie Wasser durchfließt, hatte gewiss seinen Reiz. Nach gut drei Jahren Training stellte sich jedoch für mich die Einsicht ein, dass das Wing Tzun seine Versprechungen nicht erfüllen kann. Einen gegenerischen Schlag, welcher mit enormer Geschwindigkeit und Kraft auf einen zukommt zu erfühlen und sich dann anzupassen erwies sich als nicht möglich. Zudem behagte mir diese recht passive Art zu kämpfen nicht. So begann ich mich nach einem anderen WingChun umzuschauen.

Über einen Freund wurde ich auf eine Schule aufmerksam, in welcher das WingChun von einem Lehrer aus Paderborn unterrichtet wurde. Dieses WingChun war wirklich etwas anderes. Auch wenn sich die Bewegungen äußerlich ähnelten, wurden sie mit einer anderen Intention und Wirkung ausgeführt. Anstatt sich passiv aus der gegnerischen Kraftlinie heraus zu wenden, wurde der Angriff gebrochen. Nach wieder gut drei Jahren Training, begann ich mich erneut umzuschauen, da gewisse Sachen im Unklaren blieben und sich gegenseitig widersprachen. Ich hatte ein Gefühl, dass das noch nicht alles war, WingChun hatte mehr zu bieten.

Durch das Internet und verschiedene Videos wurde ich auf Philipp Bayer aufmerksam. Im Oktober 2009 besuchte ich dann in Hamburg ein Seminar von ihm. In diesen drei Tagen habe ich ein VingTsun kennengelernt, was in seiner Einfachheit und Logik bestach ! Für mich war klar, dass ich das lernen will. Heute weiss ich um die Richtigkeit meiner Entscheidung, die Verzahnung und Verkettung der verschiedenen Trainingsinhalte zeigt mir das tiefe Verständnis was Philipp von dem VingTsun von WongShunLeung erworben hat. Ich freue mich auf viele weitere lehrreiche Jahre.

Peter Stefanow